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Corona-Pandemie: Bewegungsmangel und die Folgen

Details

Vereinssport ist nicht erlaubt, soziale Kontakte sind massiv eingeschränkt – die Maßnahmen in der Corona-Pandemie treffen Kinder ganz besonders. Wissenschaftler warnen: Folgen von Isolation und Bewegungsmangel können Kinder ihr Leben lang beeinflussen.

Die Corona-Pandemie und ihre Einschränkungen haben den Schul- und Vereinssport zum Erliegen gebracht. Verschiedene Studien und Untersuchungen bestätigen, was viele vermuten: Kinder und Jugendlichen treiben zu wenig Sport. Das hat fatale Auswirkungen.

Eine Studie der Universität München wollte wissen, welche Auswirkungen die Corona-Beschränkungen auf Kinder und Jugendliche haben. Die Zahlen sind alarmierend. In einer Umfrage unter 1.000 Familien stellte man fest: "40 Prozent der Familien geben an, dass ihr Kind sich weniger bewegt. Ganz besonderes betrifft das Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren – da sind es sogar 60 Prozent der Kinder, die sich weniger bewegen."

Ein Grund sind die Beschränkungen im Schul- und Vereinssport. Dies belegen auch erste Trainingsbemühungen nicht nur unserer Handballvereine im Rahmen der aktuellen Corona-Restriktionen. Viele Trainer und Übungsleiter waren schockiert, als man die Kinder und Jugendlichen nach monatelanger Pause wieder Sport treiben sah. Viele Kinder haben sich motorisch zurückentwickelt, man hat ja auch keinen Sport getrieben, es blieb bei Online-Angeboten, ansonsten konnte man auch nur wenig in den eigentlichen Sportarten üben.

Der Mangel an Bewegung hat aber nicht nur konditionelle und koordinative Folgen, fast ein Viertel der Kinder und Jugendlichen haben zugenommen. Übergewicht, Diabetes und andere Beschwerden sind das Resultat, wenn Kinder und Jugendliche derzeit weniger Sport treiben.

Aktuell stellt man auch verstärkt fest, dass auch Kinder durch die COVID-19-Infektion selbst Probleme bekommen, 'Long-Covid' und chronische Entzündungssyndrome werden häufiger festgestellt. Die Bedingungen und die Einschränkungen der Pandemie sind gerade für Kinder und Jugendliche sehr stark belastend. Es gilt daher den Zugang zu Sportangeboten für Kinder und Jugendliche zu erleichtern, um Folgeschäden so gering wie möglich zu halten, physisch und psychisch.

Ungewohnt emotional wandte sich Andreas Silbersack, als Vizepräsident im DOSB für den Breitensport zuständig, an die Parlamentarier. Corona habe die Lage deutlich verschlimmert. Mehr als zwei Millionen Kinder und Jugendliche hätten dem organisierten Sport den Rücken gekehrt. Viele von ihnen hätten psychische Probleme und seien fettleibig geworden.

„Wenn ein Kind, das adipös wird, das heißt, der sitzt von früh bis Abend vor seinem Computer, frisst irgendwas in sich rein, ich muss das einfach mal so drastisch ausdrücken, das bedeutet für ihn, dass er sich verabschiedet von Bewegung. Stellen Sie sich das nochmal dynamisiert im Bereich der Inklusion vor, bei den Kindern und Jugendlichen, die geistig oder körperlich behindert sind. Denen noch weniger Angebote zur Verfügung stehen. Ich habe selber einen Sohn, der hat das Down-Syndrom. Und der darf nirgendwo mehr hin, da gibt es keinen Sport mehr, da ist mal Ende Allende.“

Im Mannschaftssport sind zwar die Austritte bislang geringer als beim Fitness- und Gesundheitssport. Noch gibt es in vielen Vereinen auch im PfHV Solidarität zum Verein, zur Handball-Abteilung. Das trifft auf die zu, die schon lange einem Team angehören, anders ist es aber bei den Jüngeren: auch im PfHV sind unter den Austritten vermehrt Kinder und Jugendliche. Bob Hanning, der Vizepräsident des Deutschen Handballbundes, sagte dazu jüngst: "Wir haben Mannschaften mit zehn, elf Kindern. Wenn da zwei, drei wegbleiben, wird es ein Mannschaftssterben geben, wie wir es im Handball noch nie erlebt haben."

Aktuell suchen wir das individuelle Gespräch mit unseren Vereinen und den Verantwortlichen, auch um uns für erhoffte Lockerungen in der Zukunft zu wappnen. Es ist wichtig, alles zu tun, um unsere Mitglieder bei der Stange zu halten. Die vielen persönlichen Telefonate oder eMails zeigen, die Verantwortlichen, die Trainer und die Betreuer wollen ihrem Sport und ihrem Verein treu bleiben. Alle sind hoch motiviert, wieder als Trainer oder Funktionär im Verein aktiv zu werden. Wirklich wissen, wie viele Trainer und Spieler auf den Platz zurückkehren, werden wir aber erst bei den ersten Trainingseinheiten, wenn ein Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann.

|Ulf Meyhöfer|

   
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